Du willst Fluggerätmechaniker*in werden? Das Berufsbild im Überblick!

Fluggerätmechaniker/-innen beschäftigen sich mit allen die Fertigung und Instandhaltung von Fluggeräten betreffenden Belangen. Unter der Berufsbezeichnung Fluggerätmechaniker/in sind frühere Berufe wie Fluggerätbauer, Flugtriebwerkmechaniker und ganz früher der Metallflugzeugbauer zusammengefasst.

Synonym wird auch weiterhin gern der Begriff Flugzeugmechaniker verwendet, ist aber fachlich nicht mehr zutreffend, da nicht nur Flugzeuge, sondern auch Hubschrauber, Drohnen, Sonden oder Raketen in den Tätigkeitsbereich des Fluggerätmechanikers bzw. der Fluggerätmechanikerin fallen.

Fluggerätmechaniker/-innen gehören wie Fluggerätelektroniker/-innen zur Berufsgruppe der luftfahrttechnischen Berufe.

Fluggerätmechaniker bastelt am Flugzeug
Fluggerätmechaniker/innen werden in und um Hamburg gesucht © istock/Yamko

Fachrichtungen

Fluggerätmechaniker/-innen gibt es in drei Fachrichtungen:

  • Instandhaltungstechnik
    Er/sie kümmert sich um Wartung und Instandhaltung; kurz alles, was die Sicherheit rund um Starten, Landen und Fliegen im laufenden Betrieb betrifft.
    Voraussetzung für die Ausbildung in 2015: 68 Prozent mit mittlerem Bildungsabschluss, 29 Prozent mit Hochschulreife
  • Fertigungstechnik
    Er/sie ist für den (Zusammen-) Bau und die Wartung von Fluggeräten aller Art zuständig.
    Voraussetzung für die Ausbildung in 2015: 55 Prozent mit mittlerem Bildungsabschluss, 41 Prozent mit Hochschulreife
  • Triebwerkstechnik
    Er/sie baut, repariert und überholt das Herzstück des Fluggeräts, das Triebwerk.
    Voraussetzung für die Ausbildung in 2015: 44 Prozent mit mittlerem Bildungsabschluss, 53 Prozent mit Hochschulreife

Statistik

  • Der Beruf des Fluggerätmechanikers bzw. der Fluggerätmechanikerin erfreut sich einer stetig wachsenden Beschäftigungsanzahl: Von 1999 bis 2011wuchs die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten von 11.524 auf 15.694
  • Der Anteil der Frauen lag bei 3,1 Prozent
  • Fluggerätmechaniker/-innen sind zu über 70 Prozent im produzierenden Gewerbe und hier im Maschinen- und Fahrzeugbau tätig
  • Die guten Zahlen der Wachstumsbranche Luftfahrt wirken sich auch auf die Sicherheit des Jobs aus: Die Arbeitslosenquote für Fluggerätmechaniker/-innen liegt bei unter 2 Prozent

Ausbildungsdauer

  • 3,5 Jahre (kann auf 3 Jahre verkürzt werden) im dualen System

Fähigkeiten

Gute Kenntnisse in Technik, Physik, Mathematik und Englisch sind von Vorteil, hinzu kommen ein gutes Abstraktionsvermögen und handwerkliche Begabung.

Einsatzgebiete von Fluggerätmechanikern/-innen

  • in der Industrie (Werkstätten, Hersteller und Zulieferer)
  • an Flughäfen (Werkstätten und Fluggesellschaften)
  • bei der Bundeswehr (Luftwaffenstützpunkte)

Vergütung & Gehalt

Die Vergütung in der Ausbildung ist davon abhängig, ob der Betrieb tarifgebunden ist. In der Regel liegt die Vergütung im ersten Ausbildungsjahr bei gut 900 Euro und steigert sich bis zum vierten Ausbildungsjahr auf um die 1.200 Euro brutto.

Das Gehalt eines Fluggerätmechanikers/einer Fluggerätmechanikerin liegt im Mittel bei 3.725 Euro (Stand 2010).

Aktuelle Stellenangebote für Fluggerätmechaniker/-innen

bei Airbus

Ausbildungsplätze zum/zur Fluggerätmechaniker/-in

bei Lufthansa Technik für Instandhaltungstechnik
bei Lufthansa Technik für Fertigungstechnik
bei Lufthansa Technik für Triebwerkstechnik

Hier liest Du ein Interview mit Sven P., Fluggerätmechaniker Fertigungstechnik bei Lufthansa Technik.